Jackson Square


Jackson Square ist das Herz des French Quarters (Französisches Viertel), welches wiederum das historische und kulturelle Zentrum der Stadt New Orleans bildet. Als eine Hafenmetropole der mal spanischen, mal franzözischen Kolonie Louisiana (benannt nach dem “Sonnenkönig” Louis XIV) entwickelte es sich zu einem Außenposten europäischer Kultur, die bald mit afrikanischen und indianischen Einflüssen angereichert Cajun und Creole gebar. Beide definieren alles wofür New Orleans weltberühmt ist: Musik, herzhaft würzige Gerichte und eine unnachahmbare Atmosphäre.

Von der St. Louis Kathedrale läuft man durch das Vieux Carre an engen spanischen Wohnhäusern, verziert mit filigranen Eisenbalkons vorbei. Ab und zu erhascht man einen Blick in die privaten Hinterhofparadise im Schatten tropischer Pflanzen, mit glitzernden, kühlen Fontainen.

Wenig später erreicht man Congo Square, wo die Sklaven sich zu rituellen Tänzen versammelten. Sonntags waren diese Tänze verboten. Alle Sklaven mussten zur Kirche gehen. Sie fanden aber im katholischen Relegionssytem genügend Paralelen um ihre eigenen Glaubensrichtungen, etwas angepasst, fast öffentlich weiterführen zu können. Gott, der Vater, ist wie Voodoun, der große Schöpfergeist. Die Herde der Heiligen, entsprach den minderen afrikanischen Geistern, die um alltäglich Dinge wie eine sichere Reise, mehr Geld oder weniger Magenschmerzen angebetet wurden. So wie sich diese Religionen in das oft missverstandene und mitunter absichtlich verzerrt dargestellte Voodoo vermischten, bildeten die kirchlichen Kantaten Bachs, die Melodien von Mozart und die synkopatischen Rhytmen der Buschtrommeln eine neue musikalische Brauung, die nur hier im heißen Sumpf New Orleans fermentieren konnte: Jazz!






