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travel

11 Beiträge mit dem Stichwort „travel“

Die Luftfeuchte In New Orleans Ist Hoch

Die Luftfeuchte in New Orleans ist hoch genug, daß Moos und Farne in den Ritzen der Außenwände wachsen. Erst dachte ich das das ein lokaler Gärtnerbrauch ist um alte Mauern zu verschönern, aber diese Farne sind oft zwei oder drei Stockwerke hoch in der Mitte einer kahlen Wand. Das sind entweder sehr mutige Gärtner oder der Wind.

Hier wachsen sowieso viele Pflanzen, die wir kalten Deutschen nur als Zimmerpflanze kennen, einfach auf der Straße rum. Die Tomaten wachsen hier bestimmt das ganze Jahr über?

Jackson Square

Jackson Square ist das Herz des French Quarters (Französisches Viertel), welches wiederum das historische und kulturelle Zentrum der Stadt New Orleans bildet. Als eine Hafenmetropole der mal spanischen, mal franzözischen Kolonie Louisiana (benannt nach dem “Sonnenkönig” Louis XIV) entwickelte es sich zu einem Außenposten europäischer Kultur, die bald mit afrikanischen und indianischen Einflüssen angereichert Cajun und Creole gebar. Beide definieren alles wofür New Orleans weltberühmt ist: Musik, herzhaft würzige Gerichte und eine unnachahmbare Atmosphäre.

Von der St. Louis Kathedrale läuft man durch das Vieux Carre an engen spanischen Wohnhäusern, verziert mit filigranen Eisenbalkons vorbei. Ab und zu erhascht man einen Blick in die privaten Hinterhofparadise im Schatten tropischer Pflanzen, mit glitzernden, kühlen Fontainen.

Wenig später erreicht man Congo Square, wo die Sklaven sich zu rituellen Tänzen versammelten. Sonntags waren diese Tänze verboten. Alle Sklaven mussten zur Kirche gehen. Sie fanden aber im katholischen Relegionssytem genügend Paralelen um ihre eigenen Glaubensrichtungen, etwas angepasst, fast öffentlich weiterführen zu können. Gott, der Vater, ist wie Voodoun, der große Schöpfergeist. Die Herde der Heiligen, entsprach den minderen afrikanischen Geistern, die um alltäglich Dinge wie eine sichere Reise, mehr Geld oder weniger Magenschmerzen angebetet wurden. So wie sich diese Religionen in das oft missverstandene und mitunter absichtlich verzerrt dargestellte Voodoo vermischten, bildeten die kirchlichen Kantaten Bachs, die Melodien von Mozart und die synkopatischen Rhytmen der Buschtrommeln eine neue musikalische Brauung, die nur hier im heißen Sumpf New Orleans fermentieren konnte: Jazz!

Durch den Sumpf

Immer noch auf dem Weg nach New Orleans sind wir auf einmal im Sumpf.

Wir fahren Kilometer für Kilometer auf massiven Betonsäulen hoch über den Bayous (langsam fließende Flußarme) und zeigen mit den Fingern aufgeregt auf das “Spanische Moos”, wie es die Einheimischen nennen. In deutsch heißt das wohl “Luisianamoos”. Hmm, passend.

Update: Mutti fragte nach einem Photo vom Louisianamoos. Leider haben wir nur ein verschwommenes von der Hinfahrt.

Memphis BBQ

Auf dem Weg nach New Orleans haben wir kurz in Memphis zum Mittagessen angehalten. Hmmmm Barbeque!

Neue Heimat Illinois

Wir sind heil in Illinois angekommen und erfreuen uns an der überschwänglichen Grünheit, den vielen Singvögeln und Rehen und den Annehmlichkeiten der Residenz Coen. Oben ein Photo der wild wachsenden asiatischen Lilien. Ich hab keine Ahnung welche Gattung das ist, aber die Einwohner nennen sie einfach Tigerlilien.

Das hier ist eine ganz andere Pflanze der Gattung Schlabitz, die endlich mal gestutzt wurde. Natürlich hat der Friseur bei der Freilegung des Gestrüpps gleich eine Zecke gefunden, die fachmännisch von Oma Coen entfernt wurde. Auf diesem Bild kommen wir gerade von unserem Badeausflug zum Pounds Hollow See zurück.

This one here is a whole different plant of the species Schlabitz which finally got trimmed. Of course a tick was found after the hairdresser removed the thicket and was expertly extricated by Grandma Coen. On this picture, we are just returning from a swimming trip to Pound Hollow Lake.

Rock Point, Tag 6

On the last day we were supposed to finish up the last office room, but it was locked and the lady with the key was out and about. Luckily, the actual painting was as good as done and putting back the furniture was all that remained.

Am letzten Tag sollten wir eigentlich den letzten Büroraum fertig machen, aber es war abgeschloßen und die Dame mit dem Schlüßel war unterwegs. Ein Glück war der Anstrich so gut wie fertig und nur das Einräumen der Möbel blieb übrig. So haben wir uns vor der Abreise eben anderweitig beschäftigt…

At our spaghetti good bye dinner we made the aquaintance of Kai from Pennsylvania, who was on his way to California to serve in the armed forces and stayed at the mission for the night. He was thrilled to meet another Kai, and we exchanged various misspellings and mispronunciations that name inevitably has to suffer.

Während wir unsere Abschiedsspaghetti aßen, machten wir die Bekanntschaft mit Kai aus Pennsylvanien, welcher auf dem Weg nach Kalifornien war um in der Armee zu dienen und in der Mission für eine Nacht übernachtete. Er war erfreut einen anderen Kai zu treffen und wir tauschten diverse Namensversprecher und -verschreiber aus, die man hier mit diesem Namen unvermeidbar erleiden muß.

Nachdem wir Abschied genommen hatten, fuhren wir durch die schöne Landschaft nach Hause, die Gedanken bei unseren neuen Freunden in der Navajo Evangelical Lutheran Mission.

“Auf Wiedersehen, Walfischberg!”

“Good bye Whale Rock!”

THE END

THE END

Rock Point, Tag 5

Dieser Pinsel wird benutzt um die vielen kleinen Löcher in den Betonblöcken zu füllen:

Bahnbrechend von Linda eingesetzt wird dieser spezialisierte Pinsel in einem kreisförmigen Streichverfahren verwendet und funktioniert viel besser als ein Farbroller.

Am Nachmittag ging es zu Normas neuer Ansiedlung auf einem Hügel der von atemberaubenden Felsformationen umgeben war. Dort wurde uns Weißhäuten dann gezeigt wie man Navajo Fry Bread (Navajo-Bratbrot?) macht.

Der Teig wurde zuvor in der Missionsküche von Norma vorbereitet. Sie nahm ein paar handvoll Mehl und Backpulver, eine Prise Salz und etwas Trockenmilch und handknetete den Teig bis er wie feuchter Pizza Teig aussah. Als ich sie auf ein genaues Rezept festnageln wollte, meinte sie nur: “Och, na soviel bis es sich richtig anfühlt…”

Wenn ich es erfolgreich zu Hause wiederholen kann, schreibe ich mal eine Rezeptanleitung.

Jeder lachte sich kugelig (vielmehr teigkugelig) [och, Wortspiele übersetzten ist eine undankbare Aufgabe] während man versuchte ein flaches rundes Brot zu formen. Dieser Abschnitt wird liebevoll “Geographiestunde” genannt, weil es Spaß macht die verschiedenen US-Staatenformen (ein wichtiger Teil amerikanischer Schulbildung) zu erraten, die die Teilnehmer erhalten wenn sie versuchen das Brot rund zu machen. Nachdem sich jeder mit seinem krummen Fladen abgefunden hatte, wurde das Brot zu Norma gegeben oder mutig in die Pfanne gelegt und dann professionell von ihr gebraten.

Dann wurde das Rinderhack, Käse und frisches Gemüse aufgehäuft, damit es ein Navajo Taco wurde. Von Staatenformen mal abgesehen, schmeckte es zusammen mit dem Aroma der Umgebung und dem “Salz der Erde”-Gesellschaft von Christusfreunden fantastisch.

Rock Point, Tag 4

Heute morgen, relativ pünktlich sogar (10:05 statt 9:30), hatten wir nochmal Ferienbibelschule. Linda zeigte DEN Weg und alle sangen mit.

Dann noch basteln und Handpuppenspiel und schon war die schöne Zeit wieder vorbei.

Unsere Hoffnung ist, daß sich diese Kinder an uns und das Wort erinnern werden, und das es vielleicht später ihr Leben beinflussen wird.

Haben am Nachmittag noch mehr gemalert. Es ist ja keine Urlaubsreise und wir haben noch ein Büroraum vor uns.

Rock Point, Tag 3

Wir Lutheraner waren natürlich durchorganisiert und bereit die Ferienbibelschule um Punkt 9:30 anzufangen, als wir mitbekamen, daß wir in der Navajo Zeitzone sind, das heißt, alle Zeiten sind grobe Vorschläge und könnten je nach Umständen alles mögliche bedeuten. Also hieß es stattdessen malern am Morgen, und die FBS war irgendwann am Nachmittag. :-)

Der Büroraum den wir malerten war etwa ein Drittel des Computerraumes von gestern, aber wir brauchten doppelt soviel Farbe und Zeit. Diese Betonziegelmauer hat ewig gedauert und die glatten Wände brauchten zwei Anstriche. Wir machen es morgen fertig.

Glücklicherweise konnten wir wieder jemandes “Schattenhaus” (im Prinzip eine winddurchlässige Holzhütte) für die FBS benutzen. Teilnahme war mehr als ausreichend und jeder hatte Spaß an Lorris Puppenschau, singen und basteln. Ich hatte meine Kamera vergessen und mußte ein Bild von Lorris kopieren.

Abends hatten wir einen Sandsturm der Ellens Fliegenschutztür abriß, aber kein Regen. Das muß wohl der Grund sein warum es hier keine hohen Bäume gibt.

Rock Point, Tag 1

Wir haben uns dieses Jahr für die Missionsreise nach Rock Point die jährlich von unserer ehemaligen Kirche in Mesa, Victory Lutheran, durchgeführt wird. Eine Woche lang wohnen wir auf dem Gelände der Navajo-Evangelischen-Lutherischen Mission in Rock Point, Arizona zusammen mit alten Freunden aus unserer Kirche und helfen mit nötigen Reparaturen und der Sommerferienbibelschule für die ansäßigen Kinder.

Das Photo habe ich auf unserer Fahrt geknipst. Die Landschaft sieht so wie die Painted Desert (Gemalte Wüste) aus, hat aber schon einige Bergformationen die an das Monument Valley (Tal der Monumente) erinnern.

Da wir in Jeddito wesentlich näher wohnen als die anderen Teilnehmer, sind wir erst 3:30 nachmittags losgefahren und waren um 6:30 (7:30 Lokalzeit) trotzdem die Ersten. Um 8:30 Lokalzeit haben wir uns dann den Schlüssel zu den Bungalows besorgt und etwa um 10 Uhr abends kam der Rest der Gruppe an. Wir erfuhren, daß einem der Kinder das Reisen nicht bekam und viermal zur Brechpause (und zweimal zum Essen) angehalten werden musste.

Die Bungalows sind sehr gemütlich und einige haben sogar Internetanschluß. Ich habe vor jeden Tag einen Photoeintrag zu schreiben, falls ich vom arbeiten nicht zu müde bin… ;-)

Rock Point, Tag 2

Heute malerten wir den Computerraum der Schule, welcher auf dem Gelände der Mission ist. Mit sechs Leuten ging es ganz gut und wir hatten den Raum am Nachmittag fertig.

Aber es war heiß!

Die kleine Fensterklimaanlage kam mit dem Kühlen nicht hinterher, aber ein Glück kühlt es hier abends ziemlich schnell ab, da wir etwa in 1400 Meter Höhe sind.

Den Rest des Tages verbrachten wir also mit anderen lebenswichtigen Dingen wie vor der Klimaanlage sitzen… oder bloggen