
Einen der tollsten Gehirnfürze hatte ich kurz vor der Ankunft meiner Ellis zum Weihnachtsbesuch in Illinois. Uns Muttern ist, trotz Mauer und Medienzensur, ein langjähriger Elvisfan und hatte nie die Chance auch nur einmal in Richtung Caddillac zu juchzen. Und was ist nur schlappe 4 Stündli südlich vom Haus der Schwiegereltern? Memphis, die Heimat des Blues, Geburtsort des Rock’n’Rolls! Und was ist in Memphis, neben den legendären Sun Studios meine ich, zu sehen? Jupp, Graceland, Home of the King. Dort wohnte er und dort wurde er begraben. 3717 Elvis Presley Boulevard.
Ich hatte das Warnschild, daß keine Blitz(!)photographie erlaubte, missverstanden und meine Kamera erst gar nicht mitgenommen. Die Photos wären wohl auch nicht so toll geworden, da die Beleuchtung gedämpft war. Auf der offiziellen Webseite gibt es aber eine virtuelle Tour.
Hier ist Mutti vor dem berühmten Musiknotentor und kann sich kaum davon zurückhalten da jetzt einfach mal durchzurennen. Aber nix da, wieder zurück über die Straße und in der Schlange auf das nächste Touristenshuttle warten…
Die Ziegelmauer war übersäht mit tausenden Inschriften von Fans aus aller Welt und aus allen Jahrzehnten seit den 50’ern.

Ich hatte eine große Dosis Kitsch und Grelles erwartet, wurde aber angenehm überrascht. Natürlich kann man über das Doppelbett mit rundem Halbdach komplett in rosa Plüsch nur schmunzeln, aber alles in allem waren die Räume der Unteretage und des Kellers recht geschmacksvoll eingerichtet. Die Oberetage ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die Privatspähre dieser Zuflucht zu Elvis’ Lebenzeiten, wird auch heute noch gewahrt.
I expected a big deal of kitsch and glare, but was pleasantly suprised. While you can only smile over the all pink all plush king-sized bed with huge round canopy, the rest of the rooms of the first floor and the basement were furnished with much taste. The second level is off limits to the public, as the privacy of this area is guarded just as much today as it was when Elvis lived there.
Nach der Haustour gab es noch den Meditationsgarten, wo Elvis, sein Bruder und seine Eltern begraben sind, die beiden Privatjets, das Automuseum mit seinen eigenen und in Spielfilmen gesehenen Wagen und haufenweise Souvenirläden. Zur Übernachtung gibt es noch das Heartbreak Hotel, wo man wie der King wohnen kann.
Als wir endlich fertig waren, wurde es schon dunkel und wir fuhren noch eine Ehrenrunde um die Weihnachtsbeleuchtung zu bestaunen. Alles in allem ein gelungener Ausflug, den ich allen Musikfreunden und Elvisfans nur empfehlen kann.
When we were finally done, it was getting dark already and we drove a lap of honor to gape at the Christmas lights. All in all, it was a great trip, which I sincerely can recommend to all music and Elvis fans.
