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Koriander

Coriandrum sativum — das Kraut in Eile; es schießt, sobald man wegsieht.

Coriandrum sativum

Junge Korianderpflanzen mit filigranen grünen Blättern in Anzuchttöpfen.
“Koriander (Coriandrum sativum) Topfkräuter Produktion--Josef Schlaghecken” by Schlaghecken Josef, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.

Ein Einjähriger der kühlen Jahreszeit aus dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien: mit dem Regen hoch, vor der Sommerdürre in Samen. Wärme, lange Tage oder Trockenheit kippen ihn von Blättern in den Blütenstand — das Schießen ist seine ursprüngliche Strategie, kein Fehler.

Hell mit Morgensonne, Schatten vor Mittagshitze, 10–25 °C. Im Hochsommer strecken Morgensonne und Mittagsschatten jede Aussaat.

Gleichmäßig feucht halten — Trockenstress löst das Schießen aus. März bis September alle vier Wochen ausgewogener Flüssigdünger in halber Dosierung.

Die Ernte ist der Schnitt: äußere Blätter schneiden und die Mitte weiterproduzieren lassen, oder den ganzen Topf am Höhepunkt scheren und neu säen. Schießt er, ihn machen lassen — die Samen sind die zweite Ernte.

Entfällt — die Pfahlwurzel nimmt Verpflanzen übel, deshalb schmollen Supermarkttöpfe. Direkt in den endgültigen Topf säen und alle paar Wochen nachsäen.

Eine Pflanze, zwei Gewürze. Die frischen Blätter kommen roh in letzter Sekunde in Salsa, Curry, Phở und Guacamole — Kochen löscht sie aus. Die Samen eines geschossenen Topfs sind der eigentliche Koriander, warm und zitrusartig, zum Rösten und Mahlen für Currybasen und Gewürzmischungen.