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Lavendel

Lavandula angustifolia — der duftende Mittelmeerstrauch, den Bienen und Schlaf gleichermaßen gutheißen.

Lavandula angustifolia

Blühender Lavendel mit graugrünem Laub und aufrechten violetten Blütenähren.
“Lavandula angustifolia june” by Валерія Матвєєва, CC0 1.0, via Wikimedia Commons.

Wächst an den sonnenverbrannten Berghängen des westlichen Mittelmeers, neben Thymian und Rosmarin. Die Berge erklären die Frosthärte — der „englische“ Lavendel ist die winterharte, süß duftende Art, die sich im Topf lohnt.

Volle Sonne. Verträgt −5–30 °C und überwintert im geschützten Topf draußen.

Wöchentlich gießen, dazwischen abtrocknen lassen; Wintertöpfe brauchen kaum etwas. Magere Kost alle 8 Wochen, April bis August — Überdüngen kostet Duft und Blüten.

Direkt nach der Blüte im August um ein Drittel zurückschneiden, nie ins blattlose Holz — daraus treibt er nicht wieder aus. Blütenähren ernten, sobald sich die Knospen öffnen, und die Ernte in denselben Schnitt einbauen.

Alle 2 Jahre im Frühjahr in mageres, leicht kalkhaltiges Substrat — Terrakotta statt Plastik. Kein Wurzelschnitt; Lavendel nimmt Wurzelstörungen übel. Wird eine Pflanze holzig und schütter, erbt ein bewurzelter Steckling den Topf.

Die Kommission E erkennt die Blüten bei Unruhezuständen und Einschlafstörungen an; ein standardisiertes Lavendelöl-Präparat (Silexan) ist in Deutschland bei ängstlicher Unruhe zugelassen. Zu Hause: Lavendeltee (ein Teelöffel getrocknete Blüten, zehn Minuten ziehen), ein Säckchen unterm Kissen oder ein paar Tropfen Öl im Abendbad.