Lavendel
Lavandula angustifolia — der duftende Mittelmeerstrauch, den Bienen und Schlaf gleichermaßen gutheißen.

Herkunft
Abschnitt betitelt „Herkunft“Wächst an den sonnenverbrannten Berghängen des westlichen Mittelmeers, neben Thymian und Rosmarin. Die Berge erklären die Frosthärte — der „englische“ Lavendel ist die winterharte, süß duftende Art, die sich im Topf lohnt.
Standort
Abschnitt betitelt „Standort“Volle Sonne. Verträgt −5–30 °C und überwintert im geschützten Topf draußen.
Wöchentlich gießen, dazwischen abtrocknen lassen; Wintertöpfe brauchen kaum etwas. Magere Kost alle 8 Wochen, April bis August — Überdüngen kostet Duft und Blüten.
Schnitt
Abschnitt betitelt „Schnitt“Direkt nach der Blüte im August um ein Drittel zurückschneiden, nie ins blattlose Holz — daraus treibt er nicht wieder aus. Blütenähren ernten, sobald sich die Knospen öffnen, und die Ernte in denselben Schnitt einbauen.
Umtopfen
Abschnitt betitelt „Umtopfen“Alle 2 Jahre im Frühjahr in mageres, leicht kalkhaltiges Substrat — Terrakotta statt Plastik. Kein Wurzelschnitt; Lavendel nimmt Wurzelstörungen übel. Wird eine Pflanze holzig und schütter, erbt ein bewurzelter Steckling den Topf.
Hausapotheke
Abschnitt betitelt „Hausapotheke“Die Kommission E erkennt die Blüten bei Unruhezuständen und Einschlafstörungen an; ein standardisiertes Lavendelöl-Präparat (Silexan) ist in Deutschland bei ängstlicher Unruhe zugelassen. Zu Hause: Lavendeltee (ein Teelöffel getrocknete Blüten, zehn Minuten ziehen), ein Säckchen unterm Kissen oder ein paar Tropfen Öl im Abendbad.