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Deutscher Thymian

Thymus vulgaris — der winterharte Küchenthymian.

Thymus vulgaris

Ein niedriger, verholzender Thymian mit vielen kleinen graugrünen Blättern.
“Thyme 2” by Misaochan, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

„Deutscher“ Thymian ist die winterharte Auslese des Echten Thymians. Die Art stammt aus dem westlichen Mittelmeerraum, wo sie als kleiner Strauch auf trockenem, sonnigem Boden wächst.

Volle Sonne, 5–30 °C, winterhart — er überlebt draußen auf dem Balkon, wo französischer Thymian aufgibt. Er will mageren Boden und Vernachlässigung.

Alle 10 Tage; Erde zwischen den Wassergaben vollständig abtrocknen lassen. Ein Schwachzehrer: alle 8 Wochen halbe Dosierung oder etwas Kompost, April bis August. Am schnellsten stirbt Topfthymian an Fürsorge.

Ein echter Schnitt, nach der Blüte im Juli: um ein Drittel zurückschneiden, sonst verholzt er und wird in der Mitte kahl. Im grünen Bereich bleiben — aus altem, blattlosem Holz treibt er selten wieder aus.

Alle 2 Jahre im März oder April, in mageres, durchlässiges Substrat; Terrakotta hilft. Ein leichter Wurzelschnitt beim ersten Neuaustrieb hält ihn im selben Topf — Kronen- und Wurzelarbeit im selben Jahr aber sanft halten.

Das Rückgrat von Fonds, Eintöpfen und allem Geschmorten. Ganze Zweige kommen früh hinein und vor dem Servieren wieder heraus; abgestreifte Blättchen jederzeit. Thymian trocknet besser als fast jedes andere Kraut — überzählige Zweige eine Woche kopfüber aufhängen, und das Aroma hält Monate.

Thymiantee ist der Klassiker gegen Husten: Thymol, sein wichtigstes ätherisches Öl, wirkt nachweislich schleimlösend und leicht antiseptisch; Thymianzubereitungen sind in den Monographien der Kommission E bei Husten und Bronchitis anerkannt. Einen Teelöffel getrockneten (oder einen frischen Zweig) Thymian zehn Minuten in heißem Wasser ziehen lassen, nach Geschmack mit Honig.