Zum Inhalt springen

Basilikum

Ocimum basilicum — die frostempfindliche Einjährige hinter jedem Pesto.

Ocimum basilicum

Ein Basilikum im Topf mit breiten, glänzend grünen Blättern.
“Ocimum basilicum for home growing” by Przemek P, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Eine Einjährige aus dem tropischen Asien — Wärme, Sonne, stetige Feuchtigkeit, keine kalte Jahreszeit. Alles unter 10 °C liest sie als Notfall, eine Winterruhe kennt sie nicht — sie stirbt mit dem Sommer.

Volle Sonne, warm und geschützt. Am wohlsten zwischen 15 und 30 °C.

Alle zwei Tage, im Hochsommer täglich — es welkt dramatisch und erholt sich schnell. Starkzehrer im Topf: alle vier Wochen ausgewogener Flüssigdünger, April bis September.

Kneifen ist Ernte und Schnitt zugleich: ganze Triebspitzen knapp über einem Blattpaar abkneifen — aus jedem Schnitt werden zwei Triebe — und Blütenstände sofort entfernen, denn ein Basilikum, das Samen ansetzt, stellt die Blattproduktion ein.

Einjährig — Teilen ersetzt das Umtopfen. Supermarkttöpfe sind Dutzende zusammengepferchte Sämlinge: den Ballen beim Kauf in drei, vier Töpfe aufteilen, und jeder überlebt das Original um Monate.

Die Seele von Pesto alla genovese, Caprese und dem halben Tomaten-Kanon. Erst am Ende über das Gericht zupfen — Schneiden und Kochen machen die Blätter schwarz und das Aroma stumpf. Überschuss hält sich am besten mit Öl püriert im Tiefkühler; getrocknetes Basilikum ist ein anderes, traurigeres Kraut.